Hefeschmelz deluxe – Veganer „Käse“ zum überbacken

„Aber ohne Käse könnte ich nicht“, solche oder ähnliche Aussagen höre ich immer wieder, wenn meinem Gegenüber klar wird, dass ich vegan lebe. Und ich antworte dann immer, ja, stimmt, das ist mir damals auch nicht leicht gefallen. Damals, vor 5 Jahren, war mir klar, dass ich aus ethischen und ökologischen Gründen vegan leben möchte, da dies für mich die einzige logische Konsequenz aus den Informationen war, die ich bis dahin gesammelt hatte. Aber ich mochte doch so gerne Käsekuchen und vor allem dick mit Käse überbackene Nudelaufläufe… „Hefeschmelz deluxe – Veganer „Käse“ zum überbacken“ weiterlesen

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Sauerteig selber machen – meine 7 Lieblingsrezepte und Linktipps (Teil 3)

Nun zum dritten Teil meiner Artikelserie Rund ums Thema Sauerteig selber machen und Brot damit backen. Heute gibts meine absoluten Lieblingsrezepte und eine Linkliste zu meinen Lieblingsblogs und Quellen, bei denen man sich weiter informieren und tiefer ins Thema einsteigen kann. „Sauerteig selber machen – meine 7 Lieblingsrezepte und Linktipps (Teil 3)“ weiterlesen

Chia-Brot mit Roggen-Sauerteig

Ein Chia-Brot-Rezept gab es bereits auf diesem Blog, das habe ich im Laufe der Zeit immer wieder gebacken, überarbeitet und verbessert. Herausgekommen ist ein sehr saftiges Brot, das auch lange frisch bleibt.

 

Zutaten für eine 30-cm-Brotform:

Zutaten für den Sauerteig:

  • 300 g Roggenmehl (Vollkorn)
  • 300 ml Wasser
  • Etwas Sauerteiganstellgut

Zutaten für den Teig:

  • 400 g Roggenmehl (Vollkorn)
  • 450 ml Wasser
  • 80 g Chia-Samen
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Sesam
  • 3 gehäufte TL Salz
  • 1 TL Brotgewürz (optional)

Außerdem:

  • etwas Margarine für die Form
  1. Am Vortag die Zutaten für den Sauerteig verrühren und zugedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  2. Von dem Sauerteig einige EL abnehmen und im Kühlschrank für das nächste Brot aufbewahren.
  3. Den restlichen Sauerteig mit den anderen Zutaten verrühren, den Teig dann 30 Minuten ruhen lassen. Dann in die gefettete Brotform umfüllen und ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich der Teig sichtlich vergrößert hat.
  4. Währenddessen  den Backofen auf 250°C vorheizen. Backblech mit etwas Wasser füllen. Brot auf das Gitter darüber stellen und 15 Minuten bei 250°C backen. Dann die Temperatur auf 180°C reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Brot herausnehmen und aus der Form lösen. Das Brot dann nochmal 10 Minuten im Backofen (bei 180°C) fertig backen.

Beetroot Massacre Sauerteig Toast- oder Sandwichbrot

An diesem Rezept habe ich eine Weile getüftelt. Mit dem Rote-Beete-Saft bekommt es eine schöne rosa Farbe, wobei man die Beete kaum raus schmeckt. Natürlich kann man den Saft auch mit Wasser ersetzen, wenn man das möchte oder keinen Beete-Saft zur Hand hat.

Beetroot Massacre Toast Anschnitt

Zutaten:

  • 300 g Dinkelsauerteig (mit frisch gemahlenem (Vollkorn-) Dinkel einstufig geführt)
  • 500 g Dinkelmehl (z.B. Type 630)
  • ca. 175 ml Rote-Beete-Saft
  • 4 EL Öl
  • 1 EL Agavendickssaft
  • 2 schwach gehäufte TL Salz
  • etwas Alsan und Mehl für die Form.
  1. Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und 30 Minuten ruhen lassen. 30-cm-Brotbackform fetten und mit Mehl bestreuen. Teig wirken und in die vorbereitete Form legen („Naht“ nach unten). Gehen lassen, bis sich der Teig deutlich vergrößert hat.
  2. Backofen auf 180 °C vorheizen, Brot mit Schwaden 40 Minuten backen. Dann das Brot aus der Form nehmen und ca. 5 Minuten fertig backen.

BM Toast

Apfel-Muffins mit Kamut

Apfelmuffin mit Kamut

Für 12 Muffins:

  • 70 g Kamut, frisch gemahlen
  • 230 g Weizenmehl Type 812
  • 150 g Vanillezucker (selbst gemacht, „leere“ Vanillestangen im Zuckerglas gelagert)
  • 3 gestr. TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml Rapsöl
  • 250 ml Pflanzendrink
  • 1-2 Handvoll Apfelstückchen (ohne Kernhaus, bei mir mit Schale)
  1. Die trockenen Zutaten verrühren, Öl und Pflanzenmilch zugeben und rühren, bis der Teig klümpchenfrei ist. Schließlich die Apfelstückchen unterheben.
  2. Teig in mit Papierförmchen ausgelegte Muffinform verteilen und 25 Minuten bei 180°C backen (Stäbchenprobe).

Schwarze-Johannisbeer-Muffins

Johannisbeer-Muffins

Für 12 Muffins:

  • 250 g Weizenmehl Type 812
  • 50 g Dinkel, fein gemahlen (oder Vollkornmehl)
  • 150 g Vanillezucker (selbst hergestellt aus hellem Rohrohrzucker und Vanilleschoten)
  • 3 TL gestr. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 ml (Raps-)Öl
  • 250 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja-Reis)
  • 110 g schwarze Johannisbeeren
  1. Die trockenen Zutaten verrühren, Öl und Pflanzenmilch zugeben und rühren, bis der Teig klümpchenfrei ist. Schließlich die Johannisbeeren unterheben.
  2. Teig in mit Papierförmchen ausgelegte Muffinform verteilen und 25 Minuten bei 180°C backen (Stäbchenprobe).

Polenta-Giersch-Auflauf

Auf das Rezept von Janine bin ich schon vor einiger Zeit gestoßen. Heute habe ich mich davon für diesen Auflauf inspirieren lassen.

Polenta-Giersch-Auflauf

Zutaten:

  • 250 g Polenta
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2-4 getrocknete Tomaten in Öl, fein gewürfelt
  • Salz, Pfeffer, Salbei, Rosmarin, scharfes Paprikapulver, Thymian, Kreuzkümmel
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 große Schüssel voll Giersch
  • 1 Dose gewürfelte Tomaten
  • 1/4 Cup Hefeflocken
  • 1/4 Cup Mehl
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Salz
  • etwas Kurkuma
  • Olivenöl oder Öl von den getrockneten Tomaten
  1. Ca. 850 ml Wasser mit Olivenöl und Gewürzen (Salz, Pfeffer, Thymian, Salbei, Rosmarin, Kreuzkümmel, Paprikapulver, 1 Knoblauchzehe) aufkochen und Polenta einrühren. 5 Minuten köcheln lassen, abschmecken und bei ausgeschaltetem Herd ausquellen lassen.
  2. Zwiebel und Knoblauch in einem Topf in Öl anbraten, Giersch zugeben und zusammenfallen lassen. Mit Tomaten ablöschen und mit scharfem Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen, etwas köcheln lassen.
  3. Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen, Mehl und Hefeflocken darin 2 Minuten unter Rühren braten, mit 1,5 Cups Wasser ablöschen und köcheln lassen bis es eindickt. Mit Senf, Salz und Kurkuma (für die Farbe) abschmecken.
  4. Polenta in eine Aufaufform streichen, Giersch-Tomaten darüber verteilen und alles mit Hefeschmelz bedecken. Bei 180-200°C backen, bis der Hefeschmelz leicht dunkel geworden ist.

Sauerteig-Burger-Brötchen vom Grill

Wie man hier im Blog sehen kann, mögen wir Burger. Womit ich bisher nie so richtig zufrieden war, waren die Brötchen. Die gekauften waren auf die Dauer zu langweilig, Semmeln vom Bäcker zu fest und selbstgebackene aus dem Ofen sind auch mit Trockenhefe am Feierabend nicht so einfach und schnell zu realisieren. Nachdem ich mich in letzter Zeit wieder vermehrt meinem Sauerteig zugewandt hatte, lag die Lösung nahe: Sauerteig-Buns (in)direkt vom Grill (auf den danach die Bratlinge kommen). Die Burger Buns haben wir auf einem etwas engmaschigerem Gitter im geschlossenen Kugelgrill gebacken. Dadurch haben sie gleich ein bisschen Grillaroma und eine feine, zitronige Säure durch den Sauerteig. Das Beste: Man bereitet den Teig am Vorabend zu und kann am nächsten abend grillen.

Sauerteig Burger Buns

Zutaten für 7 Brötchen:

  • 300 g Dinkelvollkornsauerteig
  • 1 gehäufter EL brauner Zucker
  • 350 g Weizenmehl Type 812
  • 2 EL Olivenöl
  • 10 g Salz
  • 100 g lauwarmes Wasser
  1. Am Vorabend Sauerteig mit Zucker verrühren, 20 Minuten stehen lassen. Dann zusammen mit den übrigen Zutaten einen glatten Teig kneten, bis dieser leicht freucht, aber nicht mehr klebrig ist. Diesen nochmal 20 Minuten gehen lassen. Dann daraus 7 Brötchen formen (schleifen) und in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform legen. Form mit Frischaltefolie abdecken und in den Kühlschrank stellen.
  2. Ca. 18-20 Stunden später die Brötchen indirekt (!) im Kugelgrill ca. 10 Minuten backen.

Marmorkuchen

Das Rezept für den Marmorkuchen habe ich bei Carola entdeckt. Der Clou an ihrem Rezept ist eigentlich, dass es ohne speziell vegane Zutaten (wie Pflanzenmilch) auskommt. Dennoch konnte ich mich natürlich nicht ganz ans Rezept halten und musste „besondere“ Zutaten einschleusen, und es mir noch ein bisschen einfach machen, deshalb hier meine Version:

Marmorkuchen

Zutaten für eine kleine Gugelhupfform:

  • 120 g Vanillezucker (selbst gemacht aus hellem Rohrohrzucker und ausgeleerten Vanilleschoten)
  • 225 g Mehl (Weizenmehl Type 812)
  • 1 3/4 gestrichene TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 65 g Rapskernöl mit Butteraroma (Bioladen)
  • ca. 175 ml Hafermilch (alternativ: Wasser)
  • 3 EL Kakao
  1. Zucker, Mehl, 1 1/2 TL Backpulver und Salz miteinander verrühren. Öl und 150 ml Pflanzenmilch zugeben und mit einem Löffel zu einem glatten Teig verrühren. Die Hälfte des Teiges in eine gefettete (Kokosöl) und gemehlte Gugelhupfform geben.
  2. Kakao, das restliche Backpulver und die übrige Pflanzenmilch zum übrigen Teig geben und verrühren. Dann den Schokoteig auf den hellen Teig in die Form füllen und mit einer Gabel marmorieren.
  3. Im auf 180 °C vorgeheizten Backofen 45-50 Minuten backen.

Roggenbrot mit Sonnenblumenkernen und Leinsamen

Meine vermehrte Beschäftigung mit dem Sauerteig hat dazu geführt, dass ich mir das Buch „Der Sauerteig – das unbekannte Wesen“ von Martin Pöt Stoldt angeschafft habe (unschlagbar günstig als Ebook). Darin finden sich das gesammelte Wissen von der-sauerteig.de in praktischer Buchform. Im Sinne, alles was man schon immer über Sauerteig wissen wollte, aber nie zu fragen wagte…

Ausgehend von Pöt’s Grundrezept für ein Roggenbrot, habe ich dieses hier gebacken:

Roggenbrot

Zutaten:

  • 600 g Sauerteig aus Roggenvollkornmehl
  • 375 g Roggenvollkornmehl
  • 225 g Roggenmehl Type 1150
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 3 TL Salz
  • 100  g Sonnenblumenkerne
  • 50 g  Leinsamen, geschrotet
  1. Zutaten verkneten, 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Dann ein Brot daraus formen und in einem Gärkörbchen (für 1,5 kg) gehen lassen (Fingerprobe).
  2. Ofen mit Brotbackstein (falls vorhanden, sonst mit Backblech) auf der mittleren Schiene auf max. Hitze vorheizen. Wasser in eine Fettpfanne füllen und diese auf die unterste Schiene in den Backofen schieben. Brot 15 Minuten bei 250 °C Ober-/Unterhitze backen, dann Temperatur auf 180 °C zurück regeln und weitere 40 Minuten backen.