Sauerteig selber machen – Wie, was und warum? (Teil 1)

Wäre „Teigi“ ein Kind, ginge er in die 3. Klasse. Und wäre er ein Hund oder eine Katze, bekäme er bald „Senioren-Futter“. Den überwiegenden Teil seines Lebens verbringt er im Dunklen, bei +8°C. Im Kühlschrank.“Teigi“ heißt mein Sauerteig.

Nach der Veröffentlichung des Rezepts für das Chia-Brot wurde ich öfter gefragt, wie das mit dem Sauerteig denn geht und wo man diesen bekommt. Darum soll es in meiner  Artikelreihe gehen. Heute erstmal das Grundlegende: Wie, was und warum überhaupt.

Warum eigentlich selbst Brot backen?

Wie man meinem Blog unschwer ansehen kann, probiere ich einfach gerne Neues aus. Und ich mache gerne Dinge selbst. Ich möchte verstehen, wie Lebensmittel entstehen. Und genau wissen was drin ist. Deshalb habe ich vor über 8 Jahren angefangen Brote zu backen. Zunächst habe ich Hefe (frische bzw. Trockenhefe) verwendet und Weizen- und Dinkelmehl verbacken. Allerdings habe ich festgestellt, dass diese Brote zwar frisch sehr gut schmeckten, aber bei längerer Lagerung eher trocken wurden. Ich suchte nach einer Lösung: Roggenmehl.

Roggen-Sauerteig-im-Glas-Wie-geht-das

Warum eigentlich überhaupt Sauerteig?

Roggenmehl muss allerdings „versäuert“ werden, sonst schmeckt das Brot daraus nicht gut und ist auch nicht leicht verdaulich. Um Brote mit und aus Roggenmehl bekömmlicher und schmackhafter zu machen, musste also ein Sauerteig her.

Was ist Sauerteig eigentlich? Und wo bekomme ich ihn her?

Sauerteig (in unserem Fall Roggensauer) ist ein „Gemisch aus Roggenmehl, Wasser und Milchsäurebakterien (…) und meistens Hefen ().“ (Quelle: wikipedia.org)

Sauerteig lässt sich überraschend einfach selbst herstellen. Man benötigt nur Mehl, Wasser und ein paar Tage Geduld. Vor 8 Jahren habe ich Vollkorn-Roggenmehl benutzt und bin diesem Rezept gefolgt. Ich hab den Teig im Bad auf dem Fensterbrett gezogen, da dies damals der wärmste Raum im Haus war. Ich weiß noch genau, wie spannend das war und wie mich jede Veränderung der Mischung im Gefäß begeistert hat.

Nach der Herstellung ging es ans Brot backen. Das hat am Anfang natürlich nicht gleich perfekt funktioniert. Ein neuer Sauerteig ist noch nicht sehr triebstarkt, was dazu führt, dass das Brot nicht gut aufgeht. Da hilft es, zusätzlich noch etwas Hefe dazu zu geben, damit das Brot auf schön fluffig wird. Aber alle gebackenen Brote waren essbar und aus Fehlern lernt man.

Chia-Brot-mit-Roggen-Sauerteig

Ist Sauerteig überhaupt vegan?

Die offizielle Definition von Veganismus zielt auf das Vermeiden – soweit möglich und praktikabel – von Tierleid und Ausbeutung von Tieren für den menschlichen Konsum, ab. Sauerteig wird ausschließlich aus veganen Zutaten hergestellt: Mehl, Wasser und Luft. Was sollte daran nicht vegan sein?

Er enthält Milchsäurebakterien… Als ich vor 5 Jahren vegan wurde, begann ich auch das „Kleingedruckte“, sprich, die Inhaltstoffe, auf den Lebensmittelverpackungen gründlich zu studieren (und war teilweise entsetzt). Dabei stellte ich fest, dass Milchsäure in einigen veganen Lebensmitteln (z.B. Sauerkraut) enthalten ist. Milchsäure wird in den allermeisten Fällen nicht aus (Kuh-)Milch gewonnen, wie der Name vermuten lässt, sondern haben nicht-tierischen Ursprung. In unserem Sauerteig entstanden die Milchsäuren durch Fermentation. Auch Bakterien und Hefen (Pilze) sind vegan.

Und wie weiter?

Ihr wollt mehr über Sauerteig wissen? Im nächsten Artikel gibt es meine 8 Tipps und Tricks, damit Ihr Euren Sauerteig auch zum Freund macht.

Um die weiteren Teile dieser Serie nicht zu verpassen, folgt mir doch z. B. auf Facebook, bloglovin‘ oder per E-Mail-Abonnement (siehe Sidebar rechts).

 

 

 

 

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