Veganer Apfelkuchen mit Kokosguss „Die Äpfel müssen weg!“

Ich liebe Äpfel. Der Garten meiner Großeltern war voller Apfelbäume, die noch der Urgroßvater gepflanzt und veredelt hatte. Die Früchte schmeckten unbeschreiblich, jede Sorte hatte ein anderes Aroma, und keines, das mit den Äpfeln im Supermarkt zu vergleichen war. Da diese vielen Apfelbäume auch viele Äpfel produzierten, zumindest in fast jedem Jahr, gab es zu Hause oft Gerichte mit Apfel: Apfelmus, Apfelkücherl, Apfelkuchen. Oder Apfel einfach roh. Mittlerweile esse ich bis auf den Stiel alles, als Kind mussten meine Eltern ihn noch schön vierteln, schälen und das Kernhaus entfernen. Ich erinnere mich, wie ich diese Prozedur gespannt und ungeduldig verfolgt habe. Ein besonderes Highlight: Der kleine Stiel wurde beim aufschneiden halbiert. Tja, als Kind hat man wohl Achtsamkeit einfach drauf…

„Veganer Apfelkuchen mit Kokosguss „Die Äpfel müssen weg!““ weiterlesen

#1MonatVegan: Warum vegan? (M)eine Motivation

Es ist beinahe egal, um welchen Lebensbereich es geht. Es gibt immer Optimierungsmöglichkeiten und „Luft nach oben“. Sei es mehr Sport zu machen, mit dem Rauchen aufzuhören, sich gesünder zu ernähren, mehr Zeit für xyz zu nehmen… Fast jeder kennt diese Vorsätze. Warum schaffen es einige ihr Verhalten zu ändern und andere nicht? Alles eine Frage der Motivation.

„Jeder ist motiviert, die Frage ist: Zu was?“

Heute geht es im Rahmen der Blogparade und Challange #1MonatVegan (eine Erklärung und wie ihr mitmachen könnt lest ihr auch hier) um die Motivation zu einem veganen Lebensstil. Dabei nehme ich euch mit auf eine Reise in die Vergangenheit, wie es denn kam, dass ich – und das auch noch ziemlich plötzlich – zur Veganerin wurde und stelle dabei noch ein Buch vor (von Marc Pierschel „Vegan!“), das nicht ganz unschuldig an der ganzen Sache ist.

#1MonatVegan
Quelle: Filling Your Mind/Bella Lacroix

 

Meine Geschichte

Es war einmal… vor ziemlich genau 5 Jahren. Zu dieser Zeit ernährte ich mich „omnivor“, war also Allesesserin. Ich kochte gerne auch vegetarisch, und meist am Wochenende gab es ein Fleischgericht. In der Grillsaison gab es allerdings auch öfter Fleisch. Da ich schon immer ein „Foodie“ war, hatte ich mich auch damals schon immer wieder mit meiner Ernährung auseinander gesetzt und versuchte meine Lebensmittel verantwortungsbewusst aber auch alltagspraktisch einzukaufen.

Im Sommer 2011 saß ich vor dem Fernseher und sah eine Dokumentation über Gen-Soja, wie er in Südamerika als Futtermittel für „Nutztiere“ angebaut wird. Und ich war schockiert. Seit kurzem hatte ich einen eigenen Garten und konnte mir kaum ausmalen, was diese Unmengen an Pestiziden mit dem Boden anrichten würden. Besonders betroffen machte mich allerdings die Aussage, dass dieses Soja so günstig produziert würde, dass praktisch jeder konventionelle Betrieb hierzulande dieses Soja vefüttern würde! (Tofu und andere Sojaprodukte für den menschlichen Verzehr werden übrigens in der Regel aus gentechnikfreiem Soja aus europäischem Anbau hergestellt.)

Als ich wieder Luft bekam, stand für mich fest: Das war’s. Ich esse ab jetzt kein Fleisch mehr. Diese Information hatte bei mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Viele Jahre hatte ich immer wieder mit dem Vegetarismus geliebäugelt. Doch was sollte mit den Kälbern geschehen, die doch für die Milchproduktion notwendig sind? Und was mit den Hähnen, wenn ich Eier aß, aber kein Geflügel? (Heute weiß ich, dass die Brüder der Legehennen als Küken getötet werden und nicht, wie ich früher annahm, für den menschlichen Verzehr gemästet werden. Legehühner setzen nämlich rassebedingt nicht ausreichend Fleisch an.)

Diese Gedanken schob ich also beiseite und stürzte mich in das Abenteuer „vegetarisch“. Bei meinen Recherchen lernte ich so einiges. Und stolperte immer wieder über den Begriff „vegan“. Die Bedeutung war klar, nichts vom Tier. Aber wie sollte das nur gehen? Neugierig bestellte ich mir das Buch von Marc Pierschel „Vegan! Vegane Lebensweise für alle“. Allerdings nicht mit der Absicht Veganerin zu werden. Denn ich dachte – mal ganz unter uns – Veganer haben nicht alle Latten am Zaun.

„Vegan!“ von Marc Pierschel

Also saß ich im Spätsommer am See und las. Und hin und wieder las ich Absätze ein zweites Mal. Beim zweiten Mal las ich sie laut Mr. B. vor, so beeindruckt war ich.

#Jeder ist motiviert, die Frage ist: zu was? beetrootmassacre.wordpress.com

Das Buch beginnt mit der Geschichte des Veganismus und Vegetarismus, welche bei Leibe keine Erfindung der Moderne ist. Dann wird beschrieben, wie tierische Produkte von Fleisch bis Seide und Leder produziert werden. Weiter  geht es mit philosophischen Gedanken und gesundheitlichen Fragestellungen. Schließlich folgen ganz lebenspraktische Hinweise, was zu beachten ist, wie man mit Kommentaren aus dem Umfeld umgeht und schließlich Rezepte und Nährstofftabellen. (Besonders wegen letzterer habe ich das Buch auch nach 5 Jahren noch gerne in der Hand).

Warum vegan?

Nachdem ich das Buch gelesen hatte kam mir die Idee vegan zu leben nicht mehr so abwegig vor. Sondern sie kam mir logisch vor. So machten Dinge auf einmal Sinn. Hier einige Motive für eine vegane Lebensweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Ethische Gründe: Aufgrund des Tierleides, das mit jeder Form der „Nutzung“ von Tieren verbunden ist, wird diese abgelehnt.
  • Ökologische Gründe: Wie wir uns ernähren beeinflusst unsere CO2-Bilanz deutlich mehr als beispielsweise unser Mobilitätsverhalten (also ob wir autofahren oder fliegen). Bei der Erzeugung tierischer Lebensmittel und Produkte werden deutlich mehr Ressourcen verbraucht als bei pflanzlichen.
  • Dieser Umstand trägt auch bei zur Problematik des Welthungers.
  • Gesundheitliche Gründe: Einige tierische Lebensmittel stehen erwiesenermaßen im Zusammenhang mit Erkrankungen, durch den Verzicht auf diese kann das Erkrankungsrisiko gesenkt werden. Ein weiterer Aspekt hierbei spielen Unverträglichkeiten, die Gründe für eine vegane Ernährung darstellen.
  • Neugierde/Trend: Der Wunsch etwas Neues auszuprobieren motiviert zur Umstellung auf eine vegane Lebensweise.
  • Spiritualität/Religiösität: Z. B. die Jain in Indien verzichten auf tierische Produkte um den Lebewesen keinen Schaden zuzufügen.

Ethische und ökologische Gründe spielten bei mir die größte Rolle bei der Entscheidung für eine vegane Lebensweise. Es sollten keine Hühner oder Rinder mehr für mich leiden müssen. Eier und Milchprodukte wurden noch aufgebraucht und nicht mehr nachgekauft. Dafür gab es dann mehr Hülsenfrüchte, Veg1 und viele viele spannende Experimente in der Küche. Und die Dokumentation dieser Experimente lest ihr hier im Blog, der ein Jahr später das Licht der Welt erblickte.

Mich würde in diesem Zusammenhang brennend interessieren, was dich motiviert hat, die Herausforderung #1MonatVegan anzunehmen? Oder bist du schon länger vegan, was war bei dir der Schlüsselmoment? Ich freue mich über Eure Geschichten und Eure Fragen zum veganen Leben in den Kommentaren!

 

 

Beetroots Gartentour im August 2016 und 4. Bloggeburtstag

Heute gibt es zum vierten Jubiläum meines Blogs noch einen Rundgang durch den Garten im August.

Vor 4 Jahren habe ich hier angefangen zu bloggen, mal mehr und mal weniger regelmäßig. In diesen Jahren hat sich viel getan… Mittlerweile ist es z. B. leichter vegane Produkte auch im Supermarkt zu kaufen anstelle sie online zu bestellen. Auch in meinem Leben haben sich die Prioritäten immer wieder verschoben. Deshalb kann ich im Moment meinem Garten nicht ganz soviel Aufmerksamkeit schenken, wie ich gerne möchte. Und dennoch macht er mir viel Freude… Kommt doch mal mit… „Beetroots Gartentour im August 2016 und 4. Bloggeburtstag“ weiterlesen

Beetroot Massacre Nice Cream #meinredbachini

Ich weiß, „nice cream“ ist gerade das Unwort in der Blogger Szene. Und kaum ist der Hype durch, hat’s auch Mrs. B. mitbekommen… Aber ne rote Beete mit in den Mixer zu stecken finde ich dann noch etwas originell.

„Beetroot Massacre Nice Cream #meinredbachini“ weiterlesen

Beetroots Gartentour im Juli 2016

Im Untertitel zu diesem Blog heißt es „vegan cocking and gardening“, wobei der zweite Teil dieser Beschreibung von mir in letzter Zeit doch sträflich vernachlässigt wurde und ich mich in letzter Zeit mehr den Rezepten gewidmet habe. Das liegt unter anderem daran, dass auch der Garten – aufgrund von akutem Zeitmangel – weniger Aufmerksamkeit bekam, als üblich. Um beidem Abhilfe zu schaffen gibt es jetzt, tadaaaa, eine neue, monatliche Rubrik auf dem Blog: Beetroots Gartentour!

„Beetroots Gartentour im Juli 2016“ weiterlesen

Hefeschmelz deluxe – Veganer „Käse“ zum überbacken

„Aber ohne Käse könnte ich nicht“, solche oder ähnliche Aussagen höre ich immer wieder, wenn meinem Gegenüber klar wird, dass ich vegan lebe. Und ich antworte dann immer, ja, stimmt, das ist mir damals auch nicht leicht gefallen. Damals, vor 5 Jahren, war mir klar, dass ich aus ethischen und ökologischen Gründen vegan leben möchte, da dies für mich die einzige logische Konsequenz aus den Informationen war, die ich bis dahin gesammelt hatte. Aber ich mochte doch so gerne Käsekuchen und vor allem dick mit Käse überbackene Nudelaufläufe… „Hefeschmelz deluxe – Veganer „Käse“ zum überbacken“ weiterlesen

Sauerteig selber machen – meine 7 Lieblingsrezepte und Linktipps (Teil 3)

Nun zum dritten Teil meiner Artikelserie Rund ums Thema Sauerteig selber machen und Brot damit backen. Heute gibts meine absoluten Lieblingsrezepte und eine Linkliste zu meinen Lieblingsblogs und Quellen, bei denen man sich weiter informieren und tiefer ins Thema einsteigen kann. „Sauerteig selber machen – meine 7 Lieblingsrezepte und Linktipps (Teil 3)“ weiterlesen

Sauerteig selber machen – Meine 8 ultimativen Tipps und Tricks (Teil 2)

Heute nun, wie versprochen, der zweite, von einigen lang erwartete Teil meiner Artikelserie rund um das Thema Sauerteig. Dieses Mal geht es im Prinizp um Dinge, die ich gerne von Anfang an gewusst hätte, die mich aber nach und nach die Erfahrung (und die Recherche) gelehrt haben. Alles eingedampft in meine 8 ultimativen Sauerteig-Tipps und -Tricks. Falls Du den erste Teil noch nicht gelesen hast, findest Du ihn hier. „Sauerteig selber machen – Meine 8 ultimativen Tipps und Tricks (Teil 2)“ weiterlesen

1 Woche Clean Eating & vegan – Tag 7 und Fazit

Eine Woche Clean Eating (vegan, versteht sich) liegt hinter mir. Und ich bin froh, den Selbstversuch gewagt zu haben. Denn es ist ja immer schön und gut, über Dinge nachzudenken. Wenn man es dann aber wirklich ausprobiert, fallen einem doch Sachen auf, auf die man mit noch so ausführlichem Nachdenken nicht gekommen wäre. Heute starte ich den Post gleich mal mit meinen Erfahrungen, die ich diese Woche gesammelt habe.

Wenn man die Regeln für „Clean Eating“ betrachtet (diese hat Svenja  hier gut zusammengefasst), klingt alles erst einmal logisch und unkompliziert. Vollkorn, wenig verarbeitete Lebensmittel, viel Trinken und 5-6 Mahlzeiten am Tag. Doch, wie in den meisten Fällen, steckt auch hier der Teufel im Detail und ich habe öfter Tante Google bemühen müssen, um herauszufinden, welche Lebensmittel wirklich „clean“ sind und welche nicht (Stichwort Agavendicksaft, dazu gibt es z.B. widersprüchliche Aussagen). Ich muss dabei zugeben, dass ich mich für diese Blogparade ja recht spontan entschieden habe und mich (außer im Internet) noch nicht tiefer in die Materie eingearbeitet hatte. Deshalb:

Fazit #1: Ich möchte mich ausführlicher mit „Clean Eating“ beschäftigen und mich weiter einlesen.

Das nimmt ja auch schon irgendwie das zweite Fazit vorweg, nämlich, wie es denn weiter geht. Ich fand es insgesamt sehr spannend, meine Ernährungsgewohnheiten einmal wieder zu überdenken und auf den Prüfstand zu stellen. Die Entscheidung gegen etwas (im Falle von „Clean Eating“ u.a. verarbeitete Lebensmittel und Süßigkeiten) beinhaltet ja auch immer eine Entscheidung für etwas (also für Obst, Gemüse, Nüsse und Saaten, also für nährstoffdichte Lebensmittel). Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich auch sehr gut ohne das eine oder andere Produkt auskommen kann, wenn ich mir geeignete Alternativen dafür suche. Ich habe mir also vorgenommen, wieder bewusster zu essen und mehr „Clean Eating“ in meinen Alltag zu integrieren. Allerdings möchte ich es nicht dogmatisch angehen und hin und wieder Seitan, TVP, einen Kuchen oder ein Eis essen, welches nicht den „Clean Eating“-Standards entspricht.

Fazit #2: In Zukunft möchte ich bewusster essen, aber (noch?) nicht 100 % „clean“.

Nun zu meinem cleanen Sonntag:

Morgens gab es eine Hirsecreme mit Äpfeln, Kiwi und Rosinen. Im Originalrezept wurden getrocknete Cranberrys verwendet, allerdings sind alle, die ich bisher finden konnte mit Zucker gesüßt, also nicht clean. Sollte jemand eine Quelle für ungesüßte, getrocknete Cranberrys kennen, hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar, vielen Dank!

Clean Eating Vegan Hirsecreme mit Kiwi und Rosinen

Als Snack gab es eine Scheibe Brot und Obst. Und am späten Nachmittag gab es dann was Süßes. Wer glaubt, „Clean Eating“ sei gleichbedeutend mit Verzicht und Askese – hier ist der Gegenbeweis. Die „Death by Chocolate“ Schokotarte von einem meiner Lieblingsblogs, eat this! Ich habe den Kuchen in einer 20cm Springform zubereitet und und ein Achtel Stück hat mich schon zufrieden gestellt. Außerdem ist die Tarte viel schneller gemacht, als es aussieht.

Clean Eating vegan Death by Chocolate Raw Cake ohne Backen

Nachdem Schokoschock gab es am Abend dann noch einen leckeren, einfachen Salat.

Clean Eating vegan Salat mit Avocado

Jetzt bin ich nur noch gespannt wie das Fazit bei Svenja von freiveganlife, bei Saskia von Sasisraaainbowlife und  bei Kerstin von littlenecklessmonster_food ausfällt. Und auf dem Pinterest-Ordner zu unserer Blogparade findet ihr nochmal alle Beiträge übersichtlich in Bildern.